Meine beiden Kinder wurden im Oktober 2016 und Februar 2019 geboren. Also würde ich sagen Home-Office erprobt, da ich nur während dem vorgegebenen Mutterschutz von acht Wochen pausiert habe.

Es gibt viele Tipps, die man seit Corona hierfür bekommt:

Meine Tipps für euch:

1. Flexibel sein:

Wenn das Kind Lust hat, sich länger mit Dingen zu befassen, laufen lassen. Die Langeweile kommt eh ganz von allein. Dies unterschreibe ich, wenn die Kinder sich beschäftigen, dann kann man gerne die Zeit nutzen. Bei meinen zweien entspricht dies einem Zeitrahmen von 40 Minuten.  Also solche Zeiten immer effektiv nutzen. Eisenhower Prinzip sollte hierfür sehr stark fokussiert werden. Der Präsident Eisenhower teilte seinen Schreibtisch in vier Felder ein und sortierte alle Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Seit Anfang 2021 arbeite ich hier mit einem agilen Notizbuch. Ich war immer ein Fan davon was zu schreiben und über Apps hat das nie funktioniert.

2. Den Tag strukturieren:

Viele empfehlen den Tag einzuteilen in Sport, Freizeit, Spiele und pädagogischen Wertvollem. Die ist eine schöne Vorstellung und klappt sicher gut bei Kindern, die eine tägliche Routine schon kennen und definitiv über sechs Jahre alt sind. Auch wenn eine gewisse Struktur erforderlich ist, darf man sich hier nicht unter Druck setzen lassen. Das Kind muss gerade zum jetzigen Zeitpunkt nicht Mandarin sprechen können.

3. Mediennutzung geschickt lenken:

Man muss nicht immer pädagogisch wertvoll sein. Mein Fazit nach nach 1,5 Jahren: Mein Kind (4) hat gelernt, am IPad Bilder zu bemalen, ihren Namen zu tippen und schaut auch mehrmals wöchentlich „Die Eiskönigin 2“ an. Hier einfach nicht verrückt machen lassen, den anderen Eltern ergeht es genauso.

4. Planen & Dokumentieren:

Wenn Telefonate kommen oder Emails per Handy schnell mal gelesen werden. Immer Notizbuch und Stift dabeihaben. Sonst werden wichtige Dinge vergessen und gehen unter, da man viel schneller wieder vergisst. Emails immer markieren, damit man sieht, welche noch bearbeitet werden müssen.

5. Nachhaltig Essen:

Die Zeit zum Kochen ist weniger, also wie schafft man das Essen? Ehrlich gesagt, dass Essen besteht zurzeit aus wirklich schnellen Essen und keinem biologisch, regionalen und sich täglich wechselnden Produkten wie im Kindergarten. Aber auch das ist gut so. Es werden wieder andere Zeiten kommen.

6. Binden Sie den Partner ein:

Seit meine Kinder die letzten 1,5 Jahre daheim sind haben sie beide absoluten Mama Bezug und lassen sich von Papa schwer beruhigen. Das Einzige, was hier wirklich geholfen hat, ist die Bürotür von innen zuzuschließen (nur die ersten zwei Tage und wenn Papa da ist). Damit die Kinder lernen, dass Mama kann nicht gestört werden darf. Wenn ich jetzt im Büro bin und die Tür zu habe, dann wissen sie, dass Mama arbeitet.

Die Wahrheit nach der nun schon wirklich langen und für Eltern sehr belastende Phase: Das meiste an Arbeit schaffe ich, wenn „die Kleine“ schläft, „die Große“ Elsa Videos schaut. Meine Arbeitszeit ist geprägt von immer wieder hier ein bisschen und da ein bisschen. Man muss absolut flexibel und organisiert arbeiten.  Anders ist es derzeit mit zwei Kleinkindern nicht möglich. Man kriegt so viele Tipps, aber wie auf vielen Fotos sichtbar, kann man die Kinder nicht mit Tape am Boden festkleben.

Es hilft nur immer tief durchatmen und das ganze entspannt und mit Humor zu nehmen. An alle Mütter und Väter, die gerade mit Arbeit ihre Kinder betreuen: Ihr macht einen SUPER JOB!

 

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